Was als chronische Erkrankung gilt ist meist eine Frage der Definition. Und das sehen Sie als Patient oft ganz anders. Als Patient nehmen Sie meist eine Dauerbelastung wahr, sowohl in körperlicher Hinsicht als oft auch in Form einer als eingeschränkt empfundenen Lebensqualität. Hinzu kommt oft ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, das man bei gleichbleibenden Konditionen und insbesondere bei sich verschlechternden Krankheitsverläufen empfindet.

Eine Hoffnungslosigkeit, die einem leider auch oft von außen suggeriert wird. Der medizinische Betrieb ist ohnehin im allgemeinen hauptsächlich auf Akut-Interventionen ausgerichtet. Chronische Erkrankungen erfordern einen hohen Zeitaufwand in Diagnostik und Therapie. Ein Arzt braucht Zeit für Patienten-Gespräche, in denen die gesamte Lebens-Situation des Kranken berücksichtigt wird – Zeit, die im schulmedizinischen Betrieb oft nicht vorhanden ist. Zeit, die wir uns allerdings nehmen, denn in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise gilt es, nicht nur die Symptome zu lindern, sondern die Ursachen zu eruieren und zu behandeln.

Das Verständnis von akut und chronisch richtet sich zunächst einmal nach dem chronologischen Verlauf einer Erkrankung. Man hat sich deshalb darauf geeinigt, dass “chronisch” mit einem langsam sich entwickelnden und lang andauernden Krankheitsverlauf zusammenhängt.

Andere Krankheitsverläufe zeichnen sich durch Anfälle, auch Schübe genannt, aus, die über einen längeren Zeitraum immer wieder auftreten. Auch diese Form wird als „chronisch“ bezeichnet. Aber Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sind bisher schulmedizinisch nicht zufriedenstellend in den Griff zu bekommen. Die Ursachen für den Hochdruck und seine Entstehung liegen in Bereichen, die bei der Behandlung durch die Schulmedizin leider zu wenig betrachtet werden. Und was für den Hochdruck gilt, gilt auch für fast alle anderen chronischen Krankheiten, mit Ausnahme der genetischen Erkrankungen.

Wenn man sich weigert, die Ursachen für ein Ungemach systemisch – im Sinne von eingebunden in einen Kontext, in dem Alles mit Allem zusammenhängt – zu analysieren, dann kann man nur schwerlich eine Heilung erwarten. Dann kann man nur versuchen, die Symptome so gut wie eben möglich zu lindern.

Kommen wir nun im folgenden zu einigen ausgewählten Erkrankungsbildern, bei denen sich ein ganzheitlicher, systemischer Therapieansatz in unserer Praxis bewährt hat.

Eine aus den Bahnen geworfene Glukosetoleranz und entgleiste Blutzuckerwerte sind laut WHO die entscheidenden Risikofaktoren für die Entwicklung von Diabetes und Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Bestimmte Altersgruppen haben als Diabetiker ein doppelt so hohes Schlaganfallrisiko. Und Diabetes ist vor allem die wichtigste Ursache für die Entstehung von Nierenversagen. Andere Diabetes-assoziierte Probleme sind Gefäßerkrankungen und Sehstörungen.

Unser Behandlungsansatz ist ganzheitlich orientiert. Er beinhaltet eine individuelle Anamnese unter Einbeziehung der Lebenssituation und der Ernährungsgewohnheiten. Hieraus resultiert neben naturheilkundlichen Behandlungen in den meisten Fällen auch eine Veränderung der Lebensführung und eine individuell angepasste Ernährungsumstellung.

Bluthochdruck kann viele Ursachen haben. Da er in der Regel nicht weh tut, gibt es eine Grauzone von Betroffenen, die nicht über Beschwerden klagen. Viele Betroffene gehen leider erst zum Arzt, wenn beispielsweise Schädigungen des Gefäßsystems erkennbar werden. Davon können die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutbahnen, speziell die Arterien, betroffen sein. Ein unbehandelter Hochdruck ist nicht selten die Ursache für Folgeschäden, wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankungen, Niereninsuffizienz, Augenleiden usw. Und das Risiko, an einer dieser Erkrankungen zu erkranken, steigt um das Doppelte wenn sich der Blutdruck um 20/10 mmHg erhöht.

Unser Behandlungsansatz ist auch hier ein Ganzheitlicher. Nach ausführlicher Anamnese und Ursachenforschung wird ein individueller, naturheilkundlicher Behandlungsplan für den Patienten erstellt. Insbesondere haben sich homöopathische Infusionen, abgestimmt auf die individuelle Ausgangslage des Patienten, als Mittel der Wahl, in unserer Praxis bewährt.

Arthrose ist eine nicht entzündliche Abnutzungserscheinung der Gelenke, die das Knorpel und das Knochengewebe betrifft. Arthrose wird nahezu bei fast allen über 50-Jährigen diagnostiziert. Die am häufigsten beteiligten Gelenke sind das Knie- und Hüftgelenk, die Wirbelsäule, sowie auch die Hand- und Fußgelenke. Arthrose kann schlimmstenfalls zu einer völligen Verknöcherung von Gelenken führen.

Aus schulmedizinischer Sicht, gilt Arthrose als nicht heilbar. Das bedeutet das meist im Spätstadium das erkrankte Gelenk durch ein künstliches ersetzt wird.

Die Naturheilkunde sieht allerdings durchaus Heilungschancen, denn sie betrachtet Arthrose als ein Phänomen eines Ungleichgewichts, welches sich auf die Gelenke fokussiert. Die Gelenke fungieren als Funktionsträger unserer Bewegung. Die beteiligten Muskelgruppen und der gesamte Bewegungsapparat sollten in eine ganzheitliche Betrachtung mit einbezogen werden. Das heißt, wenn ein beanspruchtes Gelenk einer Belastung nicht gewachsen ist, kommt der gesamte Organismus aus der Balance. Somit spielen Faktoren wie Bewegung, Ernährung, Lebenswandel und auch psychische Belastung eine große Rolle.

Arthrose muss nicht schmerzhaft sein, kann aber. Ein Röntgenbild allein sagt noch nichts über die Beschwerden des Patienten aus. Ausschlaggebend für eine ganzheitliche Behandlung ist eine ganzheitliche Diagnostik und die genaue Beschreibung des Schmerzbildes durch den Patienten.
Unser Verständnis von Arthrose ist, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, auf innere Belastungen (Stoffwechselstörungen) und/oder äußerer Art (Trauma, Haltungsfehler) adäquat zu reagieren.

Arthrose ist nicht per se eine unabdingbare Alterserscheinung. Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz strebt daher eine Regeneration des Knorpels und des Knochens an. Bewährt hat sich hierzu die Therapie mit Infusionen, Injektionen und eine individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Akupunktur.

Mit Rheuma (altgriechisch ῥεῦμα rheuma‚ Strömung‘, Fluss‘) werden Beschwerden am Stützund Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, die oft mit funktioneller Einschränkung einhergehen. Die medizinisch korrekte Bezeichnung für Rheuma lautet „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“.

Vielen Krankheiten des rheumatischen Formenkreises ist gemein, dass es zu einer Störung des Immunsystems kommt, woraufhin der Körper eigene Strukturen wie die Gelenkinnenhaut (bei der rheumatoiden Arthritis) angreift. Diese sogenannten Autoimmunkrankheiten können in Form der Kollagenosen auch als systemische Erkrankungen auftreten, bei denen nicht nur ein Organ oder eine Körperregion, sondern gleichartige Gewebe in vielen verschiedenen Organen Ziel des fehlgeleiteten Immunsystems sind. Ursachen für die Fehlfunktion des Immunsystems gelten in der Schulmedizin immer noch als unbekannt. Für die Diagnose von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises ist eine umfassende Anamnese erforderlich.

Aus ganzheitlicher Sicht sollten auch hier biographische Prozesse und Lebensführung berücksichtigt werden. So gelten beispielsweise eine ungesunde Ernährungsweise mit fehlender Entsäuerung, sowie ein starker Zigarettenkonsum sicherlich nicht gerade als entzündungshemmende Faktoren.

Da zunehmend wissenschaftliche Studien Hinweise darauf liefern, dass Vitamin D über eine anti-entzündliche Wirkung auch gegen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wirksam sein kann, ist dieses Sonnenvitamin eine wichtige Säule unseres komplementärmedizinischen Therapieansatzes.

Dieser Ansatz zur Behandlung der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises besteht im wesentlichen aus der Kombination von drei Verfahren, die sich in unserer Praxis bewährt haben: Infusionen (insbesondere mit hochdosiertem Vitamin D), homöopathische Injektionen und Akupunktur.

Ein Bereich chronischer Erkrankung, der sich kaum in Statistiken findet, dafür aber nahezu täglich in unserer Praxis. Eine der mit am häufigsten Schmerzformen ist der Rückenschmerz. Inzwischen leiden nach Schätzungen rund zwei Drittel der Deutschen daran. Rückenschmerzen sind nicht nur äußerst unangenehm, sondern oft auch hartnäckig und beständig gegen die verschiedensten Formen schulmedizinischer Behandlung. Die signifikante Zunahme an Rückenschmerzen wird oft in Zusammenhang gebracht mit einer Vermehrung von sitzenden Tätigkeiten, wie zum Beispiel der Arbeit am Computer. Aber auch Stressfaktoren und psychische Belastungen spielen eine zunehmende Rolle. Insbesondere die Wirbelsäule und Rückenmuskulatur scheint bei vielen Menschen dazu zu neigen, extremen psychischen Druck gewissermaßen somatisierend abzufangen.

Nach der Meridianlehre, sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin als auch in der alten koreanischen Medizin, gelten die einzelnen Wirbel als energetisch verbunden mit jeweils unterschiedlich entsprechenden Organen.

All jene Verknüpfungen der Wirbelsäule mit inneren Erkrankungen der Organe, sowie die Verknüpfungen mit seelischen Faktoren, therapieren wir in unserer Praxis ganzheitlich. Als entscheidende Behandlungsform hat sich hier der Einsatz der Chiropraktik, speziell der CSM bewährt. Näheres zur CSM erfahren Sie hier.

Insbesondere in den Industrieländern lässt sich in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme von Allergien beobachten. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übermäßig stark auf an sich ungefährliche Stoffe, wie z. B. Tierhaare, Blütenpollen oder bestimmte Lebensmittel. Die Allergie ist Ausdruck eines überlasteten Immunsystems. Unterschiedlich den Patienten belastende Symptome gehen meist mit Entzündungsreaktionen, wie Rötungen und Schwellungen einher.

Mit Entzündungen kann der Körper auf bedrohliche Reize wie Krankheitserreger oder Giftstoffe reagieren, eigentlich mit der Absicht den Körper zu schützen. Im Falle der Allergie reagiert das Immunsystem ebenfalls nach diesem Muster – ohne jedoch dass überhaupt eine Gefahr besteht und ohne dass der vermeintliche Gegner besiegt werden könnte. Umfangreiche Tests zwecks Ursachenforschung und Eingrenzung der Allergene, sind auch in unserer Praxis unerlässlich. Ganzheitliche Aspekte der Lebensführung und Biographie des Patienten werden selbstverständlich auch hier berücksichtigt. Die Medikamentierung betreffend, haben sich insbesondere naturheilkundliche und homöopathische Ansätze bewährt.

Schulmedizinisch beschreibt eine Osteoporose einen gesteigerten Knochenabbau und/oder verminderten Knochenaufbau, der letztendlich zur Verminderung des Knochengewebes führt. Man unterscheidet die primäre von der sekundären Osteoporose. Es handelt sich in beiden Fällen meist um ganz normale Alterungsprozesse. Die sekundäre Osteoporose betrifft Menschen mit Störungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts. Der Zeitpunkt der höchsten Knochendichte gilt schulmedizinisch um das vierzigste Lebensjahr als erreicht. An diesem Auf- und Abbaumechanismus sind verschiedenen Hormone beteiligt, sowie auch Vitamin D. Bei der Osteoporose sind diese Mechanismen gestört, der Knochen verliert an Festigkeit und es wird nicht genügend Kalzium eingelagert.

Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wirkt sich positiv auf die Muskel- und Knochengesundheit aus – darauf weisen inzwischen viel Beobachtungsstudien hin. Mit der Nahrung nehmen wir allerdings in der Regel nur sehr geringe Mengen dieses sogenannten Sonnenvitamins auf. Unser Körper muss das Vitamin daher selbst produzieren – und benötigt hierfür das Licht der Sonne. Dessen UV-B-Anteil ermöglicht es, dass eine Vorläufersubstanz in der Haut zu Vitamin D umgewandelt wird. In unseren Breitengraden reicht die Sonnenintensität allerdings nur in den Sommermonaten aus, um den Körper ausreichend mit Vitamin D zu versorgen. Sonnenschutz Cremes vermindern zudem die hauteigene Vitamin D Produktion.

Daher ist die Vergabe von hochdosiertem Vitamin D – neben weiteren individuell angepassten Behandlungsoptionen und Empfehlungen für eine gesunde Lebensführung – zentraler Bestandteil unseres Therapieansatzes zur Behandlung und Prävention der Osteoperose.