Dass Licht zahlreiche positive Effekte auf den menschlichen Organismus hat, ist seit langem bekannt. Man denke dabei nur an den Einfluss des Sonnenlichts: Lassen wir uns nur wenige Minuten täglich von der Sonne bescheinen, beginnt unser Körper, Vitamin-D-Vorstufen zu produzieren und zahlreiche, lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge werden aktiviert. So wird auch die Laser-Technologie ((Akronym für engl. Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation „Licht-Verstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“) seit längerem zur äußerlichen Behandlung eingesetzt. Denn Laserstrahlen sind elektromagnetische Wellen von hoher Intensität, sehr engem Frequenzbereich (monochromatisches Licht), scharfer Bündelung des Strahls und großer Kohärenzlänge, die gezielt zur Behandlung verschiedenster Indikationen genutzt werden können. Mittlerweile sind Forschung und Entwicklung jedoch so weit fortgeschritten, dass wir sogar das Blut direkt mit speziellem Laserlicht erreichen können: Die sog. intravasale Laserblutbestrahlung (u. a. auch Blutakupunktur, Lasernadelakupunktur oder IV LBI genannt) ist eine innerhalb der Blutgefäße durchgeführte Behandlungsmethode, bei der spezielles Laserlicht (rot, blau, grün) geringer Intensität eingesetzt wird.

Bereits vor ca. 25 Jahren in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt und heute Standard in zahlreichen russischen Universitätskliniken, wurde die intravasale Laserblutbestrahlung erst Anfang der 2000er-Jahre im Westen bekannt. Nachdem die russischen Forscher in zahlreichen Studien belegt hatten, dass die Bestrahlung des Blutes mit sog. biologischen Softlasern vielfältige positive Effekte auf die Funktion der weißen Blutzellen wie etwa die Expression von Immunglobulinen (Antikörper), Interferonen (Proteine oder Glykoproteine, die eine immunstimulierende, vor allem antivirale und antitumorale Wirkung entfalten) und Interleukinen (Peptidhormone, körpereigene Botenstoffe der Zellen des Immunsystems) auslöst und positiv auf zahlreiche Stoffwechselprozesse wirkt, wurde man auch in Deutschland auf diese neue Therapieform aufmerksam.

Unter der Ägide von Dr. med. Dipl. Chem. Michael Weber konnte im Jahr 2005 im Rahmen des Förderprogramms Biophotonik II der Landesregierung Niedersachsen erstmals ein Gerät zur intravasalen Laserblutbehandlung zertifiziert und zugelassen werden, mit dem diese bei uns bis dahin unbekannte Therapieform im Rahmen klinischer Studien am Patienten eingesetzt werden konnte. In diesen konnten die Ergebnisse aus Russland grundsätzlich bestätigt werden.

Durchführung der intravasalen Laserblutbestrahlung

Bei dieser Behandlung wird über einen Einmal-Katheder ein Lichtleiter aus Quarzfaser in die Ellenbogenvene eingeführt. Dieser wird an das Lasergerät angeschlossen, das das gebündelte rote, grüne oder blaue Laserlicht direkt an das vorbeifließende Blut in der Vene abgibt. Eine Behandlung dauert ca. 40 Minuten, wobei optimale Effekte, zumal bei chronischen Erkrankungen, mit 10 bis 15 Therapieeinheiten in einem Zeitraum von vier Wochen erzielt werden können. Neben- und Nachwirkungen sind nicht bekannt.

Die Einsatzgebiete der intravasalen Laserblutbestrahlung sind u. a.:

  • Altersbedingte Augenerkrankungen (z. B. Makuladegeneration)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Borreliose
  • Chronische Allergien und Hauterkrankungen (Rosacea, Psoriasis, Neurodermitis etc.)
  • Chronische Durchblutungsstörungen (KHK, pAVK, sAVK)
  • Chronische Erschöpfungssyndrome, Burn-out-Syndrom, Neurostress, Depressionen
  • Chronische Leber- und Nierenerkrankungen
  • Chronische Schmerzsyndrome
  • Chronische Stoffwechselstörungen
  • Diabetes mellitus

Darüber hinaus lässt sich die intravenöse Lasertherapie sehr gut präventiv zum Leistungserhalt und zur Anti-Aging-Behandlung einsetzen. Die intravenöse Lasertherapie wird laut der Nationalen Anti-Dopingagentur NADA nicht als Doping angesehen und kann deshalb auch zur Steigerung von Leistung und Ausdauer bei Sportlern angewendet werden.

  • Fibromyalgie
  • Herzerkrankungen
  • Hypertonie
  • Infektanfälligkeit, Immunschwäche
  • Leistungssteigerung in der Sportmedizin
  • Multiple Sklerose
  • Polyneuropathien
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • Tinnitus aurium
  • Tumoren (Begleittherapie)