Zusammenfassung

Die Lichttherapie ist ein allgemein anerkanntes Verfahren der wissenschaftlichen Medizin; sie regt aktivierende Stoffwechselvorgänge (Hormone und Botenstoffe) im Gehirn an. Mit einer Lichttherapie werden insbesondere Winterdepressionen und die damit häufig verbundenen Schlafstörungen behandelt. Des Weiteren werden hiermit Störungen des Schlaf-Wach-Rythmus sowie diverse Hautkrankheiten therapiert.

Details

Ebenso wie von Wasser und Nahrung sind wir Menschen auch auf ausreichendes Licht angewiesen, damit der Stoffwechsel und das Vitalgeschehen in unserem Körper optimal funktionieren können. Doch gerade im Winter bzw. in den Monaten zwischen November und März, wenn es oftmals den ganzen Tag über nicht richtig hell wird oder wir uns kaum draußen aufhalten, fühlen sich viele Menschen müde oder betrübt und leiden unter Antriebsschwäche. Symptome sind u. a. ein erhöhtes Schlafbedürfnis, wobei der lange Schlaf nicht als erholsam empfunden wird, morgendliche Müdigkeit, allgemein erhöhter Appetit auf Kohlehydrate und damit verbunden auch eine Gewichtszunahme. Dieser auch Winterdespression genannte Zustand betrifft ca. 20% der Bevölkerung und ist leicht zu erklären: Während normales Tageslicht die Kraft von 10.000 bis 100.000 Lux besitzt (dies ist die (abgeleitete SI-)Einheit der Beleuchtungsstärke und der ihr entsprechenden Emittergröße, der spezifischen Lichtausstrahlung. Ihr Einheitenzeichen ist: lx = lm / m². Der Name leitet sich von der lateinischen Bezeichnung „lux“ für Licht ab), betragen die Lux-Einheiten unseres künstlichen Lichts i. d. R. nur zwischen 500 und 1.000 Lux.

Die Lichttherapie ist deshalb wissenschaftlich erwiesen die erfolgreichste Maßnahme, um Winterdepressionen zu behandeln. Aber auch bei Schlafstörungen und generellen Depressionen sowie bei Hautkrankheiten (hier kommen die UV-Wellen des Lichts zum Tragen) kann die Lichttherapie gute Dienste leisten.

Bei der Lichttherapie wird der Patient – idealerweise ein Mal am Tag oder zumindest mehrmals in der Woche – einer speziellen Lampe mit sehr starkem Licht ausgesetzt, die bis zu 10.000 Lux an Stärke hat. Die Behandlung dauert zwischen 30 Minuten und zwei Stunden, wobei es wichtig ist, dass die Augen des Patienten geöffnet bleiben, da die Wirkung des Lichts vor allem über die Augen in den Körper einfließt. Bei dieser Form der Lichttherapie werden die UV-Strahlen und das Rotlicht herausgefiltert, um die Augen nicht zu schädigen, während bei der Therapie von Hauterkrankungen auch Rotlicht und UV-Strahlen genutzt werden. Dementsprechend sind die Augen bei der Behandlung von Hautkrankheiten geschlossen.

Die Lichttherapie ist eine überaus angenehme Methode, Antriebslosigkeit und Winterdepression zu überwinden, denn man kann dabei auch lesen oder Musik hören und sich einfach einmal entspannen.