“Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind”.

(Linus Pauling)

Die höchstmögliche Widerstandskraft gegen Erkrankungen wird (neben einer guten seelischen Verfassung) dann erreicht, wenn möglichst alle körpereigenen Substanzen in der richtigen Menge und Kombination im Organismus vorhanden sind.

Die Basis-Versorgung mit Mikronährstoffen ist allerdings bei vielen Menschen, bedingt durch modernen Lebensstil und zunehmendes Alter, nicht mehr gesichert. Die Aufnahme vieler Vitamine, Vitaminoide, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie der Omega-3-Fettsäuren liegt häufig unterhalb der empfohlenen Optimalmengen. Mit einer erhöhten Zufuhr über eine mikronährstoffreiche Ernährung oder durch eine ergänzende Einnahme dieser als “orthomolekulare Substanzen” bezeichneten Wirkstoffe, läßt sich die Vitalstoff-Bilanz entscheidend verbessern.

Die Basis der orthomolekularen Behandlung ist eine Zufuhr körpereigener, orthomolekularer Substanzen in der richtigen Menge und Kombination. Im Unterschied zur geforderten Mindestdosierung, wie sei beispielsweise von Herstellern gängiger Multivitaminpräparate propagiert wird, verfolgt die Orthomolekulare Medizin das Postulat der Optimaldosierung. Das bedeutet, dass Vitamine (bis auf A, D und K) in relativ hoher Dosis eingesetzt werden. Darüber hinaus werden Spurenelemente und Vitaminoide ausreichend hoch dosiert.

Es gilt heute als gesichert, daß die regelmäßige Zufuhr orthomolekularer Substanzen und Antioxidantien in optimaler Menge vitalisierend wirken kann und einen positiven Einfluß haben kann im Rahmen von Anti-Aging-Behandlungen. Darüber hinaus können mit der Orthomolekulare Medizin als ergänzende und aufbauende Therapie, stabilisierende Effekte erzielt werden insbesondere bei Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen, Krebs, psychischen Erkrankungen, Rheuma und Osteoporose.

Bei bestimmten Risikogruppen ist der Vitaminbedarf besonders hoch , so z.B. während:

  • der Wachstumsphase bei Kindern und Jugendlichen
  • in Zeiten erhöhter geistiger und körperlicher Anstrengung
  • in Schwangerschaft und Stillperiode
  • in den Wechseljahren
  • im Alter und bei Krankheit
  • bei Schadstoff- und Umweltbelastungen
  • unter der Einnahme von Hormonen
  • bei vermehrter Kohlenhydratzufuhr
  • bei starkem Tabakgenuß
  • bei hohem Alkoholkonsum
  • bei starkem Streß